Über Uns

In früheren Jahren war der Bezirk Neukölln Generalmieter und -betreiber der Seniorenwohnhäuser Morus-Rollberg-Straße sowie Reuter-Pflüger-Friedel- Straße. Als das Geld ausging, zog sich der Bezirk zurück, und das Projekt fiel im Jahr 2004 in einen Dornröschenschlaf. Schlimmer noch – es entstanden Einsamkeit, Feindseligkeiten und andere belastende Situationen.

Das änderte sich, als im Jahr 2011 die politisch aktive Mieterin Sylvia-Fee Wadehn ins Seniorenwohnhaus (Rollberg) einzog. Sie ärgerte sich über die Erzählungen und Berichte, dass früher alles besser gewesen sei. Das entsprach so gar nicht den Prinzipien einer Frau mit aufregender Biografie und einem warmherzigen und durchsetzungsstarken Charakter.

Sylvia-Fee Wadehn organisierte eine Mieterversammlung, und es fanden sich zahlreiche Mieter, die damit begannen, sich bereitwillig und engagiert um das Haus zu kümmern. Der Gemeinschaftsraum wurde zum Leben erweckt und erstrahlte dank des Hausherrn der STADT UND LAND Wohnbauten Gesellschaft mbH bald in frischem Glanz. Schnell stellte sich allerdings heraus, dass die Aktivierung des Gemeinschaftsraums allein nicht ausreichte – die Senioren hatten einen höheren Bedarf.

So wurde der Verein MoRo Seniorenwohnanlagen e.V. aus einer Initiative der Mietergemeinschaft der Seniorenwohnhäuser gegründet. Der beim AG Charlottenburg eingetragene Verein eröffnete ein Büro und baute ein umfangreiches Begleit- und Betreuungsangebot auf. Das Engagement zog weite Kreise: So hält der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller das MoRo Seniorenprojekt für tauglich für die ganze Stadt und darüber hinaus.

Bald meldeten sich auch Senioren aus dem Seniorenwohnhaus Reuterplatz, das ebenfalls von der STADT UND LAND verwaltet wird, und baten um Aufnahme in den Tätigkeitsbereich des Vereins. Auch die Senioren aus dem Kiez fragten an, ob MoRo sie unterstützen könne.

Heute werden rund 750 Senioren in ganz Berlin mit einem umfangreichen sogenannten niedrigschwelligen Betreuungs- und Begleitangebot von uns betreut und profitieren von den zahlreichen Leistungen. Und die Arbeit und die Ideen gehen uns nicht aus – wir sind weiter engagiert, kämpfen für mehr Geldmittel, geeignete Medien und passende Orte zur Begegnung.

Wir freuen uns über jeden ehrenamtlichen Mitstreiter, über finanzielle Unterstützung und bekannt machende Berichte. Wir sind gemeinnützig und können Spenden, Erbschaften etc. entgegennehmen.

Mitarbeiter

An der Betreuung und Begleitung der Senioren sowie der Organisation der Veranstaltungen sind 25 Mitarbeiter beteiligt. Sie werden in einer Maßnahme durch das Jobcenter Berlin Neukölln im Rahmen des neuen Bundesprogramms der Bundesagentur für Arbeit „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt” nach §16i SGB II gefördert und bei uns beschäftigt. Was sie aber nicht daran hindert, mit viel Herz, Begeisterung und Engagement bei der Sache zu sein. Seele des MoRo e. V. sind und bleiben Sylvia-Fee Wadehn und Peter Federmann, die sich ehrenamtlich engagieren und sich stets an vorderster Front für die Belange der Senioren einsetzen.